Endlich frei sein.

„Das  Größte, was man uns Menschen je sagen konnte, ist, dass es keine Verdammnis mehr für die gibt, die zu Jesus Christus gehören. Denn das Gesetz des Heiligen Geistes und des Lebens, das gänzlich mit Jesus verbunden ist, hat uns von diesem todbringenden Gesetz der Sünde befreit. Römer 8,1-2

Nun hat sie wieder begonnen, die Passionszeit. In diesem Jahr merkt man es gar nicht so sehr. Viele Menschen haben den Eindruck, durch die sich quälend aneinander reihenden Lockdowns, befinden wir uns bereits seit Längerem in so etwas wie in einer Passionszeit. Der Karneval fiel so gut wie ins Wasser. Statt Passion, sehnen wir uns nach Licht, Frühling und Freude. Ja, man könnte die Frage stellen: Brauchen wir die Passionszeit eigentlich?

Ohnehin drücken viele Menschen ihr Unverständnis darüber aus, warum Jesus Christus diesen grausamen Tod am Kreuz sterben musst. Manche beteuern gar: Für sie hätte das nicht sein müssen. Aber was für ein Trugschluss ist das eigentlich?

Ohne die Passion Jesu, ohne sein Leiden und Sterben am Kreuz für uns Menschen, wäre der oben stehende Jubelvers nicht denkbar. Was für eine atemberaubende Aussage lesen wir da: „Es gibt keine Verdammnis mehr für die, die zu Jesus Christus gehören“. Wie herrlich ist das?

Doch im Umkehrschluss heißt das ja: Für jene, denen Jesus Christus egal ist, wird Verdammnis und Gericht doch noch ein Thema werden. Auch wenn wir uns so sehr wünschen, es gäbe kein letztes Gericht, die Bibel kündigt dieses Gericht am Ende der Zeiten beharrlich an. Das Gericht gehört zum unheilvollen Tatbestand der Sünde. Das Problem ist, wir Menschen sind dem Gesetz der Sünde unterworfen und können uns selber nicht daraus befreien. Auch wenn wir uns entscheiden würden, ab heute handle ich immer gut und korrekt. Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht. Wir brauchen die Befreiungstat Jesu am Kreuz. Sie macht uns frei von aller Schuldenlast. Sie ist die ausgestreckte Hand Gottes, in die wir einschlagen dürfen. Was für eine Gnade, dass wir zu Jesus Christus gehören dürfen, wenn wir nur wollen. Dann erhalten wir die Kraft seines Heiligen Geistes. Und diese Kraft des Heiligen Geistes zieht uns aus dem Einflussbereich der Sünde. Von nun an herrscht nicht mehr die Sünde mit ihrer Gesetzmäßigkeit über uns, sondern der Heilige Geist mit seiner Gesetzmäßigkeit.

Wenn du dich danach sehnst, in ein neues Leben starten zu wollen, dann brauchst du die Hand Jesu, unbedingt. Denn nur er macht lebendig. Er rettet uns vor dem vernichtenden Urteil des Gerichtes Gottes. Er bringt  wahren und echten Frieden in unsere Herzen. Er verändert unsere Leben so, dass Gott Gefallen an uns findet. Mit Jesus Christus bekommen wir ewiges Leben. Und für Menschen, die zu Jesus Christus gehören, liegt das Schönste immer noch in der Zukunft. Für sie gilt: Das Schönste kommt noch, ganz gewiss. Denn das Gesetz des Heiligen Geistes und des Lebens, das gänzlich mit Jesus verbunden ist, hat uns von diesem todbringenden Gesetz der Sünde befreit. Halleluja.

So bete doch zu ihm, zu dem Herrn Jesus Christus, und bitte ihn um dieses, SEIN neues Leben für dich.

In diesem Sinne eine gesegnete Passionszeit.

Volkmar Günther

Image: Sr. M. Jutta Gehrlein / In Pfarrbriefservice.de