Die wöchentliche Andacht

Wenn Corona die Sinnfrage stellt.

Eine Mutter erzählt, wie ihr bald volljähriger Sohn sagt: „Mama, mir wird gerade meine unbeschwerte Kindheit und Jugend genommen. Wir werden weggesperrt. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich davor noch öfters feiern gegangen. Was für Ziele habe ich jetzt noch nach meiner Arbeit abends“. (Quelle: Soziale Medien)

Was der Jugendliche ausdrückt, empfinden viele Menschen gegenwärtig so. Manche, die weniger das öffentliche Leben suchen, kommen besser durch diese Zeit, andere leiden unter den großen Einschränkungen öffentlichen Lebens mehr. Zur zweiten Gruppe werden vermutlich mehrheitlich unsere jungen Menschen gehören. Sie wollen das Leben und ihr Jungsein ausleben und genießen.

Unweigerlich spülen solche Zeiten die Sinnfragen menschlichen Lebens nach oben. Fragen wie: Warum leben wir eigentlich? Welche Ziele gibt es, die nicht davon abhängen, ob abends eine Feier steigen kann oder nicht? Mit welchem Plan für mein Leben kann ich Krisen, wie die Coronakrise überdauern, ohne in eine eigene Sinnkrise zu fallen?

Gerade auf solche existenziell wichtigen Fragen gibt die Botschaft, die Jesus verkündigt hat, lebenswichtige Antworten. Unsere jungen Menschen haben ein großes Anrecht darauf, solche Antworten zu erfahren. Somit haben unsere christlichen Gemeinden und auch unsere Landeskirchliche Gemeinschaft die Pflicht, der jungen Generation anzubieten, sie durch diese Zeit zu hilfreich begleiten. Denn uns ist der wichtigste Schatz anvertraut, den wir je heben können.

Jesus Christus spricht: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, der wird nicht mehr hungern, und wer sein Vertrauen auf mich setzt, wird auch keinen Durst mehr haben. Johannes 6,35

Ihr/Euer Volkmar Günther

Bild: Volkmar Günther