Hoffnung, die taugt.

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.  1. Petrus 1,3

Hoffnung braucht es in diesen Tagen. Wir alle hoffen, dass es besser wird mit der Corona-Lage. Ohne Hoffnung stirbt der Mensch. Hoffnung zu haben ist überlebenswichtig. Doch aus welchen Quellen speisen wir unsere Hoffnung? Im Volksmund kennen wir einige Sprichworte, die sich um Hoffnung drehen. Zum Beispiel heißt es in einem Sprichwort:  „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Gegenwärtig gibt es viele Ratschläge, wie wir uns in der momentanen Krise über Wasser halten können. Manche Menschen meinen, in erster Linie ist das eine Frage der inneren Ausrichtung. Und esoterisch orientierte Ratgeber konkretisieren den Gedanken, indem sie empfehlen: „Wichtig ist jetzt, in der eigenen Mitte zu bleiben“. Und damit meinen sie, man sollte, mitten im Chaos, in der inneren Ruhe ausharren.

Ganz gewiss ist das ein gut gemeinter Rat. Aber wir Christen haben noch einen ganz anderen Anker für unser Leben, der uns geschenkt ist und den wir nicht in uns selbst suchen müssen. 

Der Apostel Petrus spricht in dem Zusammenhang von einer „lebendigen Hoffnung“.

Zu Ostern feierten wir Christen die Auferstehung von Jesus Christus und seinen  Sieg über Tod und Teufel und Dunkelheit. Nun gibt es, seit Ostern, keinen wirklichen Grund mehr, einer hoffnungslosen Situation mehr zu glauben als auf die lebendige Hoffnung zu vertrauen, die verbunden ist mit der Auferstehung Jesu. 

Weil Jesus lebt, gibt es für diejenigen, die anfangen Jesus in ihrem Leben zu vertrauen, immer einen Weg. Ja, sogar dann, wenn der Tod zuschlägt. Der Tod muss seit Ostern keine Endstation mehr sein. Denn Jesus hat all denen, die ihn im Gebet anrufen und ihm in ihrem Leben vertrauen versprochen, dass sie nicht für immer als Dauerleihgabe auf dem Friedhof enden werden, sondern einmal auferstehen werden zu neuem, ewigen Leben.

Übrigens können wir jetzt schon das, von Jesus Christus geschenkte, neue Leben erfahren. Denn neugeboren werden wir, wenn wir uns entschließen Jesus Christus, den Messias, den Retter und Erlöser, schon jetzt und heute als unseren Herrn im Gebet anzurufen. Dann müssen wir nicht mehr, mitten im Chaos, nach unserer eigenen Ruhe suchen, sondern können inneren Frieden in der Ruhe Jesu finden. Daraus fließt immer wieder neue Kraft uns zu.Warum nicht einmal ausprobieren und gleich bei Jesus "anrufen".

Lebendige Hoffnung wünsche ich Ihnen, mitten in der Coronazeit.

Volkmar Günther

Image: Sr. M. Jutta Gehrlein / In Pfarrbriefservice.de